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Portfoliostruktur per Mai 2009
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Kommentar des Fondsmanagers

Juli 2009

Marktentwicklung

Spektakuläre Bank-Pleiten, ein weltweiter Einbruch der Konjunktur und vehementes Gegensteuern der führenden Notenbanken und Regierungen der Industrienationen sind die wichtigsten Mitteilungen der letzten 12 Monate, an die wir uns im Rahmen der rasanten Entwicklung auf den Kapitalmärkten in Folge der Finanzkrise erinnern werden.

Die Weltwirtschaft sieht sich mit der größten Herausforderung seit 80 Jahren konfrontiert. Beim Bruttoinlandsprodukt der Eurozone geht die EU- Kommission von einem Minus von 4% für 2009 aus. Deutschland verliert mit minus 5,4% überproportional. Die Zahl der Insolvenzen hat signifikant zugenommen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht weltweit von einer krisenbedingten Minderung der Bruttoinlandprodukte (BIPs) von rund 4 Billionen US-Dollar aus. Ungefähr gleichhoch summieren sich die Abschreibungen auf US- Kredite und verbriefte Wertpapiere für das Bankensystem. Notenbanken und Regierungen versuchten weltweit die angeschlagene Wirtschaft und den massiv beeinträchtigten Interbankenmarkt mit niedrigen Zinsen und staatlichen Garantien zu stützen. Die Leitzinsen sind auf historische Tiefstände gesunken (US 0,25%, Eurozone 1,00%, Großbritanien 0,50%).

Die starke Abkühlung der Weltwirtschaft und die damit faktisch verbundene Geldvernichtung sowie ein stark fallender Ölpreis haben die Inflationsraten im ersten Halbjahr 2009 in den deflationären Bereich gedrückt. Im Mai 2009 war es erstmals seit 22 Jahren wieder so weit: Die Teuerungsrate in Deutschland lag auf Jahressicht bei 0,0 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2009 gab es aber auch erste Anzeichen von wiederkehrender Zuversicht. Die Aufwärtsorientierung der Märkte war vor allem durch mehrheitlich steigende Frühindikatoren begründet. Zudem wiesen einige US-Großbanken wieder mehr Gewinn aus, auch wenn dies zum Teil neuen Regeln bei der Bilanzierung zuzuschreiben war. Vereinzelt zahlten US-Großbanken die Staatshilfen vorzeitig zurück und das wirkte sich stimulierend auf die Märkte aus. Die für den Weltmarkt so wichtige Wirtschaftsentwicklung in China zeigte sich überraschend robust und sorgte im Juli für eine sehr positive Aktienbörse und ein Ansteigen des Rohölpreises.

Aktienbörsen

Die Aktienbörsen konnten sich zwar im Jahresverlauf 2009 insgesamt von den Tiefstständen aus 2008 erholen und stabilisieren, dennoch verlor z.B. der DAX im Jahresvergleich (vom 1.8.2008- 31.7.2009) über 1000 Punkte (6396,46 Punkte am 1.8.2008, 5332,14 Punkte am 31.7.2009) bzw. knapp -17% seines Wertes.

Rentenmärkte

Die Rentenmärkte kannten im 2. Halbjahr 2008 nur eine Richtung, nämlich aufwärts. Je nach Laufzeit waren hier deutliche Kursgewinne zu erzielen. Die Einsicht, dass zum einen die aktuelle Krise länger dauern dürfte als zum Jahresanfang erwartet und zum anderen zu ihrer Bewältigung deutliche Senkungen der weltweiten Leit-Zinsniveaus nötig sein werden, ließen die Renditen von als sehr sicher geltenden Staatsanleihen deutlich fallen. Anleger, die etwas risikobereiter waren, konnten dagegen sehr preiswert Unternehmensanleihen erwerben. Die Risikoaufschläge und damit auch die Ausfallwahrscheinlichkeiten selbst guter Adressen notierten Ende 2008 auf Extremniveaus. Im ersten Halbjahr 2009 waren vor allem Unternehmensanleihen die großen Gewinner am Rentenmarkt, da sich durch die verbesserten wirtschaftlichen Rahmendaten die Risikoaufschläge wieder reduzierten und damit die Kurse der Anleihen stiegen.

Devisenmärkte

An den Devisenmärkten verlor der USD im Jahresrückblick knapp 8,5% und notierte am 31.7.2009 bei 1,4257 USD/EUR. Gold konnte sich dagegen um knapp 41 USD auf 954,75 USD von 913,85 USD steigern, das entspricht einer Performance von rund 4,5%. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent verlor im gleichen Zeitraum 45% bzw. fast 57 USD.

Ausblick

Nach unserer Einschätzung werden die Auswirkungen durch die Finanzkrise noch lange spürbar bleiben, bevor wir wieder in eine „normale“ Wirtschaftslage zurückkehren. Unseres Erachtens unterschätzt der Markt die Vermögensberatung bestehenden Risiken und die Zeit, die es braucht, die Auswirkungen der Krise nachhaltig zu beheben. Sofern die Unternehmensergebnisse für das 2. Quartal nicht katastrophal ausfallen, dürften die Aktienmärkte noch weiteres Aufwärtspotential haben. Dieses Potential wird auch durch das äußerst geringe Zinsniveau am Geldmarkt und die damit nicht vorhandene „Zinsalternative“ für das Risikokapital begründet und verschafft dem Markt, zumindest kurzfristig, zusätzlichen Halt.

Anlagepolitik

Im Spannungsfeld der sich in 2008 verschärfenden Finanzkrise in 2008 und der für die Anlegerinnen/Anleger mittlerweile geänderten Ertragsbesteuerung, haben wir unseren Fonds am 01.08.2008 erfolgreich platziert.

Im Ergebnis der Tätigkeiten des Managements im ersten Jahr seit Bestehen des Sondervermögens, sind wir stolz, trotz der oben ausführlich beschriebenen Marktbedingungen ein (vor Steuer) leicht positives Ergebnis für Sie erwirtschaftet zu haben. Wir freuen uns, dass das Sondervermögen kontinuierlich in dieser schweren Zeit Mittelzuflüsse zu verzeichnen hatte und werten dies als Vertrauensvorschuss in die Fähigkeiten des Managements.

Dafür danken wir Ihnen herzlich an dieser Stelle.

Aktien

In Anbetracht der „Schlechtwetterlage“ an den internationalen Kapitalmärkten ist es verständlich, dass wir seit Auflage des Fonds die Aktienquote teilweise auf sehr niedrigem Niveau geführt haben. Im Berichtszeitraum variierte der effektive Aktienanteil zwischen 0% und 25%. Die maximal mögliche Quote von 60% ist damit deutlich unterschritten. Bei den Aktieninvestments setzten wir vor allem auf abgesicherte Strategien (Einsatz von Derivaten und Discountzertifikaten) und ausgewählte Unternehmen mit einer hohen relativen Stärke.

Substanzwerte aus den Bereichen Chemie, Alternative Energien, Gesundheit und Pharma gehörten zu unseren Favoriten.

Der Anteil an Aktien und Zertifikaten machte zum Stichtag 31.07.2009 ca. 22% des Fondsvermögens aus.

Anleihen

Bereits im September hat das Management verstärkt in Deutsche Staatsanleihen investiert. Bevorzugt waren Laufzeiten 1-3 Jahre und 2,5-5,5 Jahre. Hier profitierten wir deutlich von fallenden Renditen. Die im August bestimmende hohe Verzinsung für kurzfristige Laufzeiten (Tagesgeld – 6 Monate) nutzten wir zur Anlage in entsprechenden Geldmarktpapieren. Aus Kosten-, Transparenz- und Sicherheitsgründen, setzten wir vor allem auf sogenannte ETF`s (passiv gemanagte Sondervermögen).

Im Bereich der Unternehmensanleihen und Pfandbriefe investierten wir über das gesamte letzte Jahr hinweg. Sowohl Pfandbriefe und Unternehmensanleihen sind in der Mehrzahl fällig in weniger als drei Jahren. Der überwiegende Anteil der Emittenten hat ein Rating von A oder besser. Wie eingangs geschildert konnten wir in diesem Bereich gerade in der ersten Hälfte des Jahres 2009 deutliche Kursgewinne verzeichnen.

Der Anteil an Renten machte zum Stichtag 31.07.2009 ca. 50% des Fondsvermögens aus, davon waren ca. 3% in Fremdwährung (USD) angelegt.

Die in Tagesgeldern und Geldmarktpapieren angelegte Liquidität incl. Bankguthaben machte zum Stichtag 31.07.2009 ca. 17% des Fondsvermögens aus.

Rohstoffe und Alternative Investments

Den deutlichen Verfall der Rohstoffpreise nutzten wir in 2008 zur Aufnahme strategisch ausgerichteter Positionen. Wir investierten in das Brent Crude Öl in einer open end Zertifikate-Struktur. Nach einer Erstallokation im Oktober kauften wir zum Jahresende bei Tiefstständen (35$ pro Barrel) weiter zu. Die deutliche Erholung des Ölpreises im 2. Quartal 2009 nutzten wir, um Kursgewinne zu realisieren.

Vermögensberatung

Im Januar 2009 nahmen wir erstmals Gold in das Portfolio auf (zu Kursen um 820 $/Feinunze). Zum einen stabilisiert diese Investition das Sondervermögen, zum anderen nutzen wir damit mögliche Währungskorrekturen (Abschwächung des US Dollars vs. EUR). Darüber hinaus schützt Gold vor einer möglichen Verschärfung der Finanzkrise bzw. einer möglichen Geldinflation. Gold notierte zum 31.07.2009 bei 954,75 US $/Feinunze.

Bedingt durch die hohe Volatilität an den Märkten und die zunächst klar nach unten gerichteten Trends, haben wir sogenannte CTA`s (Managed Futures) und Volatilitäts Arbitrage auf den S+P 500 eingesetzt. Beide Strategien zeigen, dass der Einsatz dieser Investments aufgrund ihrer negativen Korrelation zu den Aktienmärkten einen hohen Depotschutz liefern. Der Anteil Alternativer Investments und Rohstoffe beläuft sich insgesamt zum 31.07.2009 auf ca. 7%.

Währungen

Das Sondervermögen ist überwiegend in EUR investiert (96,5%). Vermögensgegenstände in Fremdwährung sind in USD (3%) und CHF (0,5%) angelegt. Die Währungsrisiken im USD sind vollständig durch Devisentermingeschäfte abgesichert.

Immobilien

Wir haben in 2009 eine Erstaufnahme von Immobilieninvestments vorgenommen. Diese konnten wir zu sehr günstigen Preisen über die Börse erwerben noch bevor die betreffenden Fondsgesellschaften die Öffnung der zuvor geschlossenen Investmentfonds bekanntgab. Wir bevorzugen hier Immobilienengagements in Deutschland und Zentraleuropa. Der Anteil von Investments in Immobilienfonds beläuft sich zum 31.07.2009 auf ca. 6%.

Die Wertentwicklung (vor Steuer) nach BVI-Methode liegt im Berichtszeitraum bei 0,28%, während ein Engagement in europäischen Aktien (STOXX-50-Index) ca. -20% bzw. im DAX (Deutscher Aktienindex) -17% erbrachte.

Hamburg, im September 2009